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Am 27.03.1997 wurde der Boßelverein KBV "Eenigkeit"
Esens-Moorweg e.V. |
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Auszug aus der Festschriftanlässlich des 75-jährigen Vereinsjubiläumsdes Klootschießer- und Boßelvereins"Frisch voran" Moorweg e.V.Auszüge aus der abwechslungsreichen Geschichte des KBV "Frisch voran" Moorweg e.V.
Aufgrund einer in der damaligen Tageszeitung erschienen Anzeige luden "im Namen mehrere Sportsfreunde" die Herren Ippen und Rieken Interessierte aus Moorweg, Folstenhausen, Gabens und Wagnersfehn zur Gründung eines Klootschießer- und Boßelvereins in der Gaststätte "Erholung" nach Folstenhausen ein. Bei dieser Zusammenkunft am 11.01.1922 taten sich einige Klootschießer zusammen, um den Klootschießer- und Boßelverein zu begründen. Nach mehreren vergeblichen Anläufen einigten sich die Gründungsmitglieder auf den Namen "Frisch voran" Moorweg-Folstenhausen. Der Name soll von einem zufällig in der Gaststätte anwesenden J. Menssen vorgeschlagen worden sein. Der Verein hat sich von Anfang an der Pflege des Heimatsportes, des Klootschießens, des Boßelns und der plattdeutschen Sprache verschrieben. Der Tradition folgend, werden diese Tugenden auch noch heute von den Mitgliedern aufrecht erhalten. Leider ist aus den Anfangsjahren 1922 - 1924 wenig bekannt, weil aus dieser Zeit keine Niederschriften (Gründungsprotokolle etc.) vorliegen. Man kann sich vorstellen, dass es zu der damaligen Zeit, auch im Hinblick auf die beginnende Rezession, nicht einfach gewesen sein muß, den Schritt zur Neugründung eines Vereins zu wagen. Von den Anfängen bis zum heutigen Tage haben sich immer wieder die Mitglieder für den Fortbestand des Vereins eingesetzt und auch die entsprechende Verantwortung, sei es als Vorstand, Kassenwart, Schriftführer, Boßelobmann etc. eigenverantwortlich übernommen. Wenn auch im Wettkampf manch hartes Wort fiel, so war man sich doch meistens bei der anschließenden "Manöverkritik" im Vereinslokal wieder einig und sah den kommenden Aufgaben mit Entschlossenheit entgegen. Während des II. Weltkrieges ruhte der Boßelsport und das Vereinsleben. Etliche Mitglieder sind entweder gefallen oder vermisst. Doch schon kurz nach Beendigung des Krieges wurde der Heimatsport wieder betrieben. In der 75-jährigen Geschichte des Vereins wurden zahlreiche Pokale, Plaketten und Urkunden auf Sommerfesten der Nachbarvereine errungen. Viele Gegner zwischen Norden und Wilhelmshaven wurden zu Wett- und Freundschaftskämpfen herausgefordert. Alle Wegstrecken wurden damals mit dem Fahrrad zurückgelegt. Ein Gegenbesuch war immer selbstverständlich. In den früheren Jahren fand regelmäßig am 1. Mai das traditionelle Sommerfest von "Frisch voran" stand. Vereine aus Nah und Fern nahmen hieran teil und kämpften um wertvolle Preise. Extra für dieses Sommerfest wurde ein großes Zelt aufgebaut, in dem selbstverständlich auch zur "Kapelle Herzog" getanzt wurde. Die Vereinsfahne konnte im Jahre 1955 in Leerhafe errungen werden. Der Verein "Eenigkeit" Leerhafe hatte als Siegerpreis im Gruppenwerfen eine neue Fahne ausgeschrieben. diese besonders wertvolle Trophäe, von der Meisterhand des Malermeisters Bernhard Remmers entworfen, konnte (mit einer exelenden Mannschaftsleistung) von den Werfern: Hans Rüstmann, Cornelius Toben, Hermann Remmers, Gerd Siebels, Tanne Emken und Gerd Emken für den Verein errungen werden. Diese Fahne wurde durch den Kreisverbandsvorsitzenden Cornelius Apken feierlich geweiht Im Laufe der Jahre wuchs die Zahl der Mitglieder stetig. Zahlreiche Werferinnen und Werfer konnten im Boßeln, Klootschießen und im friesischen Fünfkampf bei den Ostfriesischen und Friesischen Meisterschaften (FKV) 1., 2. und 3. Plätze belegen. Das Aushängeschild des Vereins waren "die alten Haudegen" von "Frisch voran", die heutige Männer IV Mannschaft. In den Altersklassen Männer II, III und IV schrieben sie Geschichte. Weit bis in den Oldenburger Raum ist diese Truppe geachtet und gefürchtet. Unzählige Meisterschaften auf Kreis-, Landes- und Friesischer Ebene haben sie an ihre Fahne geheftet. Seit 1974 beteiligen sich auch die Damen aktiv am Vereinsgeschehen. Am 17.
April 1974 wurde die Damenmannschaft (in´t Schloot bi Dirk Emken, seggt Hinnerk
Janssen immer) aus der Taufe gehoben. Die Gründerinnen waren Erna Galts, Helga
Sukowski, Marga Becker und Marianne Schulz. Unsere sieggewohnten "Alten Herren" sollten in den nächsten Jahren nicht mehr alleine im Rampenlicht stehen. Die Damenmannschaft schaffte einmaliges. Neben dem jährlichen Aufstieg in die nächsthöhere Staffel, wurden die Damen mehrmals Landes- und Friesischer Meister bzw. Vize-Meister. Aber auch die aktiven der Männermannschaften haben stets am Spielbetrieb der verschiedenen Staffeln teilgenommen. Der größte Erfolg der Männer I-Mannschaft war der Gewinn des Kreismeistertitels in der Saison 1974/75. Der Aufstieg in die Landesliga wurde nur ganz knapp verpasst. Es fehlten lediglich nur 106 Meter, um in der höchsten ostfriesischen Liga zu werfen. Auch die Jugendgruppen haben sich schon einen Namen gemacht, der weit über die Kreisgrenzen hinausgeht. Mit welcher Ernsthaftigkeit Jugendliche ihren Sport betreiben, kann man auch daran erkennen, dass mehrere Kreis-, Landes- und friesische Meistertitel errungen wurden. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sich unzählige Werferinnen und Werfer bei den Einzelmeisterschaften in die Siegerlisten eintragen konnten. Wir haben uns bemüht, einen Abriss des 75-jährigen Vereinsgeschehens darzustellen. Sollte etwas vergessen worden sein, oder ein besonderes Ereignis nicht die gebührende Erwähnung gefunden haben, so möge man dieses entschuldigen. |
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